Kraken-Chef greift britische Krypto-Regeln an: Hemmnis für Anleger!
Kraken-Chef kritisiert strenge Krypto-Regeln im UK: Übermäßige Offenlegung könnte Investoren abschrecken, so Sethi.

Kraken-Chef greift britische Krypto-Regeln an: Hemmnis für Anleger!
Kraken Co-CEO Arjun Sethi hat die strengen Regeln der britischen Finanzaufsichtsbehörde FCA für die Krypto-Werbung scharf kritisiert. Laut crypto.news könnten diese übermäßigen Anforderungen an die Offenlegung von Informationen potenzielle Investoren von der Anlage in Kryptowährungen abhalten. Sethi wies darauf hin, dass in Großbritannien Nutzer beim Zugriff auf krypto-relevante Webseiten mit alarmierenden Warnungen konfrontiert werden, die er mit den Gesundheitswarnungen auf Zigarettenverpackungen verglich.
Die langen Prozesszeiten bei Transaktionen würden seiner Meinung nach die Nutzererfahrung weiter verschlechtern. Sethi betonte, dass die FCA-Regeln es den Nutzern in Großbritannien verbieten, auf etwa 75% der Krypto-Produkte zuzugreifen, einschließlich DeFi-Staking und -Lending. Diese Auflagen könnten die Adaption von Kryptowährungen im U.K. hemmen.
Kritik an Tokenization und IPO-Plänen
In einem weiteren Schritt äußerte sich Sethi skeptisch zu der Idee, tokenisierte Anteile an privaten Unternehmen anzubieten, und bezeichnete diese als “schrecklich.” Kraken wird daher keine solchen Tokenized Share-Angebote einführen. Auf die Frage nach möglichen IPO-Plänen für Kraken wollte Sethi keinen Kommentar abgeben.
Die FCA, die in letzter Zeit die Justin Sun-verbundene Krypto-Börse HTX wegen Nichteinhaltung von Werberegeln verklagt hat, antwortete auf Sethi’s Kritik. Die Behörde betonte, dass ihre Regeln dafür sorgen, dass die Kunden über die Vorteile und Risiken ihrer Investitionen informiert sind. FCA weist darauf hin, dass nicht alle Transaktionen die Beantwortung von Fragen erfordern, bevor Nutzer Werbeaktionen sehen können, was einige Bedenken gegenüber den Regelungen relativiert.
Zukunftsperspektiven für Kraken im U.K.
Trotz der Herausforderungen hat Kraken im März 2025 eine Electronic Money Institution-Lizenz von der FCA erhalten. Diese Lizenz ermöglicht es dem Unternehmen, elektronisches Geld auszustellen und schnellere Transaktionen für U.K.-Kunden zu erleichtern. Sethi äußerte den Wunsch, Partnerschaften mit lokalen Finanzinstituten aufzubauen und neue Produkte für Nutzer im Vereinigten Königreich einzuführen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die fundamentalen Bedenken von Sethi zur Regulierung in Großbritannien deutlich machen, dass die Krypto-Branche vor großen Herausforderungen steht. Die Strenge der britischen Regulierung könnte nicht nur die Entwicklung neuer Produkte, sondern auch die breite Akzeptanz von Krypto-Marktleistungen im Land gefährden.