Continental AG: Abspaltung von AUMOVIO für höhere Margen bis 2027!

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Continental AG: Abspaltung von AUMOVIO für höhere Margen bis 2027!

Continental AG steht an einem Wendepunkt mit einem Umsatz von 41 Milliarden Euro in 2024, wobei das Reifensegment mit einer Marge von 13,5 % die Profitabilität stützt, während der Automotive-Bereich (19,4 Milliarden Euro Umsatz) mit schwachen Margen belastet. Die geplante Abspaltung dieses Segments als AUMOVIO bis 2027 zielt auf eine Fokussierung auf profitable Bereiche ab, mit potenzieller Margensteigerung auf 8-10 %. Kurzfristig (6-12 Monate) wird ein Umsatzwachstum von 2-3 % auf 42-42,5 Milliarden Euro in 2025 erwartet, unterstützt durch Reifenwachstum (3-4 %) und Kostensenkungen (400 Millionen Euro jährlich ab 2025). Langfristig (3-5 Jahre) könnte der Umsatz 45-48 Milliarden Euro erreichen, getrieben von Elektromobilität und Nachhaltigkeit. Marktrisiken wie geopolitische Spannungen und Zollbelastungen (potenzieller Margendruck von 5 %) sowie regulatorische Hürden bleiben Herausforderungen. Dennoch bieten Expansionspotenziale in Asien und Innovationen wie Cloud-basierte Lösungen Chancen. Die Balance zwischen Risikomanagement und strategischer Neuausrichtung wird entscheidend sein.

Marktentwicklung

Stellen Sie sich vor, Sie blicken durch das Cockpit eines hochmodernen Fahrzeugs – die Zukunft der Mobilität nimmt Gestalt an, und Continental AG steht mittendrin in diesem rasanten Wandel. Als einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie navigiert das Unternehmen durch eine Branche, die von technologischen Umbrüchen und globalen Marktverschiebungen geprägt ist. Ein Blick auf die aktuellen Trends und Wachstumsdynamiken zeigt, wie Continental sich in diesem komplexen Umfeld positioniert und welche Herausforderungen in den globalen und regionalen Märkten lauern.

Die Automobilindustrie befindet sich in einer historischen Transformation, getrieben von Elektromobilität, autonomem Fahren und Nachhaltigkeitsanforderungen. Weltweit wird das Branchenwachstum durch die steigende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen (EVs) angekurbelt, die laut Prognosen bis 2030 einen Marktanteil von über 30 % erreichen könnten. Für Continental bedeutet dies sowohl Chance als auch Druck: Der Automotive-Bereich, der 2024 rund 19,4 Milliarden Euro Umsatz und damit fast die Hälfte des Konzernumsatzes generierte, steht im Zentrum dieses Wandels. Doch die Gewinnmargen in diesem Segment bleiben mit einem operativen Gewinn von knapp 230 Millionen Euro deutlich hinter dem Reifengeschäft zurück, das 2024 eine operative Marge von fast 13,5 % erzielte. Diese Diskrepanz zwingt den Konzern zu strategischen Anpassungen, wie die geplante Abspaltung des Automotive-Bereichs zeigt, um den Fokus auf das profitablere Kerngeschäft mit Reifen zu legen, wie aus Daten von Statista hervorgeht.

Auf globaler Ebene bleibt Continental stark international aufgestellt, mit einem Auslandsanteil am Umsatz von über 80 % im Jahr 2024. Dies unterstreicht die Bedeutung von Märkten wie Asien und Nordamerika, wo die Nachfrage nach innovativen Mobilitätslösungen und Premiumreifen weiter wächst. Besonders in China, dem größten Automobilmarkt der Welt, sieht sich der Konzern jedoch mit intensivem Wettbewerb und Preissensibilität konfrontiert. Gleichzeitig bieten Schwellenländer in Südostasien und Lateinamerika Potenzial für Expansion, insbesondere im Reifensegment, wo Continental hinter Konkurrenten wie Michelin und Bridgestone dennoch zu den Top-Herstellern zählt. Die Herausforderung liegt darin, die Balance zwischen Kosteneffizienz und Investitionen in Zukunftstechnologien zu finden, während geopolitische Unsicherheiten und Lieferkettenprobleme die globale Strategie beeinflussen.

Regional betrachtet zeigt sich in Europa ein gemischtes Bild. Deutschland, wo ein Drittel der Continental-Mitarbeiter beschäftigt ist, bleibt ein zentraler Standort für Forschung und Entwicklung (R&D), doch der Konzern steht hier unter Kostendruck. Im Rahmen der Strategie „Lead – Focus – Perform“, die im Dezember 2023 vorgestellt wurde, plant Continental, die R&D-Quote von aktuell rund 12 % des Umsatzes (2023) auf unter 10 % bis 2025 und sogar auf 9 % bis 2028 zu senken. Gleichzeitig sollen durch die Konsolidierung von Entwicklungsstandorten – von aktuell 82 weltweit – und die Bündelung von Einheiten die Effizienz gesteigert und jährliche Kosten um 400 Millionen Euro ab 2025 gesenkt werden, wie in einer aktuellen Pressemitteilung des Unternehmens erläutert wird. Diese Maßnahmen betreffen rund 5.400 Stellen weltweit, davon 1.750 in der R&D-Abteilung, und werden schrittweise sowie sozialverträglich umgesetzt, etwa durch die Analyse einer Standortkonsolidierung in der Rhein-Main-Region.

Ein weiterer Trend, der die regionale Dynamik beeinflusst, ist die wachsende Bedeutung von Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft in Europa. Verbraucher und Regulierungsbehörden fordern zunehmend umweltfreundliche Produkte, was Continental dazu antreibt, in nachhaltige Reifenmaterialien und energieeffiziente Technologien zu investieren. Während dies langfristig Wettbewerbsvorteile schaffen könnte, erfordert es kurzfristig hohe Investitionen, die die ohnehin angespannte Profitabilität im Automotive-Segment belasten. In Nordamerika hingegen liegt der Fokus stärker auf der Integration von Softwarelösungen für autonomes Fahren, ein Bereich, in dem Continental durch seine Software-Tochter Elektrobit (wo 380 Stellen von den aktuellen Anpassungen betroffen sind) eine Schlüsselrolle einnimmt.

Die Trends und Marktbedingungen verdeutlichen, dass Continental an einem Wendepunkt steht. Die strategischen Entscheidungen, die in den kommenden Jahren getroffen werden, insbesondere zur Fokussierung auf profitable Segmente und zur Optimierung der globalen Präsenz, werden entscheidend sein, um in einer sich wandelnden Branche wettbewerbsfähig zu bleiben. Gleichzeitig bleibt die Frage, wie der Konzern die Balance zwischen Kostensenkung und notwendigen Innovationen meistern wird, um den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren.

Marktposition und Wettbewerb

Navigieren wir durch die Wettbewerbslandschaft der Automobilzulieferer, so fällt auf, wie hart umkämpft jeder Marktanteil in dieser Branche ist. Continental AG behauptet sich in diesem Rennen mit einer Mischung aus Tradition und Innovation, doch die Konkurrenz schläft nicht. Ein genauer Blick auf Marktposition, Hauptrivalen und spezifische Stärken offenbart, wo das Unternehmen steht und welche Hebel es ziehen muss, um seine Position zu festigen.

Im Reifensegment zählt Continental zu den globalen Schwergewichten, auch wenn es 2024 hinter Michelin, Bridgestone und Goodyear rangiert. Mit einer operativen Gewinnmarge von fast 13,5 % im Reifengeschäft zeigt der Konzern jedoch, dass er in diesem Kernbereich äußerst profitabel operiert. Der Umsatzanteil des Automotive-Bereichs liegt bei knapp 19,4 Milliarden Euro, was fast die Hälfte des Gesamtumsatzes ausmacht, doch die Profitabilität bleibt hier mit einem operativen Gewinn von nur 230 Millionen Euro deutlich schwächer. Insgesamt erreichte die operative Ergebnismarge des Konzerns 2024 etwa 5,8 %, was auf eine gemischte Performance hinweist. Daten von Statista verdeutlichen, dass die geplante Abspaltung des Automotive-Bereichs und der Sparte ContiTech darauf abzielt, Verluste in weniger profitablen Segmenten nicht länger durch Reifengewinne zu kompensieren.

Zu den Hauptkonkurrenten zählen neben den genannten Reifenriesen auch Zulieferer wie Bosch und ZF Friedrichshafen, die im Automotive-Bereich um Marktanteile kämpfen. Bosch dominiert insbesondere bei Elektronik- und Softwarelösungen für die Elektromobilität, während ZF mit Getriebe- und Antriebstechnologien punktet. Im Reifensegment setzen Michelin und Bridgestone Maßstäbe bei Innovation und globaler Präsenz, wobei Michelin oft durch nachhaltige Materialien und Bridgestone durch aggressive Preispolitik auffällt. Goodyear wiederum fokussiert sich stark auf den nordamerikanischen Markt, wo Continental ebenfalls um Anteile ringt. Diese Konkurrenz zwingt den Konzern, seine Ressourcen gezielt einzusetzen, um nicht ins Hintertreffen zu geraten.

Ein entscheidender Vorteil von Continental liegt in der Premium-Positionierung im Reifensegment, insbesondere bei mittel- und hochpreisigen Fahrzeugen. Produkte wie der PremiumContact 6, der Effizienz mit Sportlichkeit und Komfort verbindet, oder der SportContact 6, optimiert für Handling, Lenkpräzision und Sicherheit bei hohen Geschwindigkeiten, erfüllen spezifische Anforderungen von Herstellern. Zudem adressiert die ContiSilent-Technologie, die durch eine spezielle Schaumschicht Vibrationen und Geräusche reduziert, den Bedarf an Komfort in Elektrofahrzeugen, wo Abrollgeräusche durch fehlende Motorengeräusche stärker wahrgenommen werden. Diese technologischen Differenzierungen werden in einer Pressemitteilung des Unternehmens hervorgehoben und unterstreichen die Fähigkeit, technische Zielkonflikte wie Rollwiderstand versus Energieverbrauch zu meistern.

Ein weiterer Pluspunkt ist die starke internationale Aufstellung mit einem Auslandsanteil von über 80 % am Umsatz 2024. Dies ermöglicht es Continental, von Wachstumsmärkten wie Asien und Nordamerika zu profitieren, während ein Drittel der Belegschaft in Deutschland für hohe Ingenieurskompetenz sorgt. Dennoch bleibt die Expansion außerhalb des Reifengeschäfts eine Herausforderung, da sie Ressourcen bindet und die Profitabilität in anderen Segmenten drückt. Die strategische Entscheidung, sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren, könnte hier langfristig den Wettbewerbsdruck mindern, indem unrentable Bereiche ausgegliedert werden.

Im direkten Vergleich mit den Konkurrenten fällt auf, dass Continental in der Breite des Portfolios punkten kann, jedoch in der Tiefe einzelner Zukunftsfelder wie Software für autonomes Fahren oder Batterietechnologie noch Aufholbedarf hat. Die Fähigkeit, Innovationen schnell zu skalieren und gleichzeitig die Kostenstruktur zu optimieren, wird entscheidend sein, um gegenüber Bosch oder ZF Boden gutzumachen. Gleichzeitig bleibt der Fokus auf Premiumreifen ein solides Fundament, um im Wettstreit mit Michelin und Bridgestone nicht nur zu bestehen, sondern gezielt Marktanteile auszubauen.

Leistungskennzahlen

Tauchen wir ein in die Zahlenwelt von Continental AG, wo jede Kennzahl eine Geschichte über die finanzielle Gesundheit und die strategischen Prioritäten des Konzerns erzählt. Die Analyse von Umsatz, Gewinn, EBITDA, Margen und Bilanzkennzahlen bietet einen klaren Einblick in die Leistungsfähigkeit des Unternehmens und die Herausforderungen, die es in einem dynamischen Marktumfeld bewältigen muss. Schauen wir uns die aktuellen Daten und Trends an, um die finanzielle Lage präzise zu bewerten.

Im Jahr 2024 erzielte Continental einen Umsatz von etwa 41 Milliarden Euro, wovon der Automotive-Bereich mit 19,4 Milliarden Euro fast die Hälfte beisteuerte. Das Reifengeschäft, der profitablere Kern des Konzerns, trug den Rest bei und zeigte eine robuste Entwicklung. Der operative Gewinn des Gesamtkonzerns belief sich auf rund 2,4 Milliarden Euro, wobei der Automotive-Bereich mit lediglich 230 Millionen Euro deutlich hinter den Erwartungen zurückblieb. Im Gegensatz dazu glänzte das Reifensegment mit einer operativen Gewinnmarge von fast 13,5 %, während die Gesamtmarge des Konzerns bei etwa 5,8 % lag. Diese Diskrepanz unterstreicht die Notwendigkeit strategischer Anpassungen wie der geplanten Abspaltung des Automotive-Bereichs.

Das EBITDA, ein zentraler Indikator für die operative Leistungsfähigkeit, lag 2024 bei geschätzten 5,2 Milliarden Euro, was einer Marge von etwa 12,7 % entspricht. Dies zeigt, dass Continental trotz der Schwächen im Automotive-Segment eine solide Cashflow-Basis hat, die Investitionen in Zukunftsfelder wie Elektromobilität und autonome Technologien ermöglicht. Dennoch bleibt die Herausforderung, die hohen Forschungs- und Entwicklungskosten – aktuell bei rund 12 % des Umsatzes – zu senken, wie es die Strategie „Lead – Focus – Perform“ mit einem Ziel von unter 10 % bis 2025 und 9 % bis 2028 vorsieht. Die absolute Höhe der Ausgaben könnte jedoch aufgrund von Umsatzwachstum weiter steigen.

Ein Blick auf historische Daten zeigt die Entwicklung der finanziellen Performance. Im Jahr 2017 meldete der Konzern ein Ergebnis von 2,98 Milliarden Euro, ein Plus von 6,5 % gegenüber dem Vorjahr (2,80 Milliarden Euro), wie im Geschäftsbericht 2017 dokumentiert. Das Ergebnis je Aktie stieg ebenfalls um 6,5 % auf 14,92 Euro, und die Dividende wurde auf 4,50 Euro je Aktie angehoben, was einer Ausschüttung von 900 Millionen Euro oder 30,2 % des Konzernergebnisses entsprach. Die Dividendenrendite lag bei 2,2 %, leicht unter dem Vorjahr (2,3 %). Diese Zahlen verdeutlichen eine langfristige Stabilität in der Aktionärspolitik, auch wenn die aktuellen Margen im Automotive-Bereich Druck auf die Gesamtprofitabilität ausüben.

Die Bilanzkennzahlen bieten weitere Einblicke in die finanzielle Struktur. Ende 2017 betrug die Marktkapitalisierung 45 Milliarden Euro, ein Anstieg gegenüber 36,7 Milliarden Euro im Vorjahr, wobei der Streubesitz bei 54 % unverändert blieb. Die durchschnittliche Marktkapitalisierung basierend auf Streubesitz lag bei 24,3 Milliarden Euro, was die Attraktivität für Investoren widerspiegelt. Aktuelle Schätzungen für 2024 zeigen, dass die Eigenkapitalquote bei etwa 35-40 % liegt, was auf eine solide, aber nicht übermäßig konservative Finanzstruktur hinweist. Die Verschuldung, gemessen am Net Debt/EBITDA-Verhältnis, dürfte bei etwa 2,0 bis 2,5 liegen, was im Branchenvergleich moderat ist, aber Spielraum für strategische Investitionen einschränkt, falls die Margen nicht steigen.

Die finanziellen Herausforderungen spiegeln sich auch in den geplanten Kostensenkungsmaßnahmen wider, die ab 2025 jährlich 400 Millionen Euro einsparen sollen. Diese Schritte, die rund 5.400 Stellen weltweit betreffen, zielen darauf ab, die Verwaltungs- und Geschäftsstrukturen zu verschlanken und die Profitabilität zu steigern. Gleichzeitig bleibt der Fokus auf das Reifengeschäft entscheidend, da hier die höchsten Margen erzielt werden. Die Frage ist, ob die Umsatzentwicklung in Wachstumsmärkten wie Asien ausreicht, um die Schwächen im Automotive-Bereich auszugleichen, während die geplante Abspaltung noch in der Umsetzung ist.

Aktienkursentwicklung

Reisen wir zurück durch die Börsenchronik von Continental AG, wo die Kurven der Aktienkurse ebenso viele Höhen und Tiefen aufweisen wie die Straßen, für die ihre Produkte entwickelt werden. Die historische Entwicklung des Aktienkurses, die Volatilität und der Vergleich mit relevanten Indizes liefern wertvolle Hinweise darauf, wie sich das Unternehmen im Laufe der Zeit an Marktbedingungen angepasst hat und welche Risiken für Investoren bestehen. Werfen wir einen präzisen Blick auf die Daten, um die Performance an den Märkten zu entschlüsseln.

Die Kursentwicklung von Continental zeigt über Jahrzehnte eine wechselhafte Reise. Ab 1983 begann eine Erholung nach Jahren des Niedergangs, unterstützt durch Akquisitionen wie Uniroyal, General Tire und Semperit sowie eine aktive Ansprache ausländischer Investoren. Bis 1999 kam es jedoch zu einem Rückschlag, ausgelöst durch eine Krise in der Automobilindustrie. Ab 2003 startete eine beeindruckende Rallye, die 2015 die 200-Euro-Marke und schließlich 2018 einen Rekord von 257 Euro pro Aktie erreichte. Doch die Volatilität nahm ab 2016 zu, da hohe Investorenerwartungen nicht immer mit der Unternehmensentwicklung übereinstimmten. Der Frühjahr 2020 brachte durch die Corona-Pandemie einen Börsen-Crash, und Nachrichten über Milliardenabschreibungen belasteten den Kurs weiter, auch wenn Spekulationen über einen Konzernumbau kurzzeitige Sprünge verursachten. Wie in einer historischen Rückschau auf Continental’s Website dokumentiert, hätte ein Investor, der 1994 100 Aktien kaufte, Ende 2017 etwa 25.000 Euro erzielt, während der Wert Ende 2020 noch bei rund 15.000 Euro lag.

Die Volatilität der Continental-Aktie spiegelt die Unsicherheiten der Branche wider. Seit 2016 sind stärkere Kursschwankungen zu beobachten, bedingt durch externe Schocks wie die Finanzkrise 2009, die Corona-Pandemie 2020 und interne Herausforderungen wie die geringe Profitabilität im Automotive-Bereich. Eine annualisierte Volatilität von etwa 25-30 % in den letzten Jahren (basierend auf historischen Daten und Schätzungen) zeigt, dass die Aktie stärkeren Schwankungen unterliegt als der breitere Markt. Dies macht sie für risikofreudige Investoren attraktiv, birgt aber auch erhebliche Unsicherheiten, insbesondere in Zeiten wirtschaftlicher Instabilität oder bei negativen Unternehmensnachrichten.

Im Vergleich zu relevanten Indizes zeigt sich ein gemischtes Bild. Gegenüber dem DAX, dem deutschen Leitindex, konnte Continental in Phasen des Aufschwungs mithalten oder diesen übertreffen, etwa zwischen 2003 und 2015, als die Aktie nach sieben Jahren wieder in die Top-30-Werte Deutschlands zurückkehrte. Allerdings fiel die Performance in Krisenzeiten wie 2020 deutlich hinter den Index zurück. Ein Vergleich mit den boerse.de-Megatrend-Aktien, die von 1999 bis Ende 2023 eine Wertsteigerung von 10.000 auf 3.727.156,17 Punkte verzeichneten, zeigt, dass Continental nicht mit den stärksten Wachstumstiteln Schritt halten konnte. Der Nasdaq 100, der im gleichen Zeitraum von 10.000 auf 40.680,20 Punkte stieg, unterstreicht diesen Rückstand noch deutlicher, wie Daten von boerse.de verdeutlichen. Dies liegt vor allem daran, dass Continental in einer zyklischen Branche operiert, während Technologieindizes von strukturellem Wachstum profitieren.

Die Marktkapitalisierung Ende 2017 lag bei 45 Milliarden Euro, was die Attraktivität für institutionelle Investoren unterstreicht, doch die erhöhte Volatilität und die jüngsten Kursrückgänge deuten auf verhaltenes Vertrauen hin. Aktuelle Schätzungen für 2024 zeigen einen Kurs von etwa 70-80 Euro pro Aktie (Stand Mitte 2024), was weit unter den Höchstständen von 2018 liegt. Die Beta-Kennzahl, die die Sensitivität gegenüber Marktbewegungen misst, liegt bei etwa 1,2, was bedeutet, dass die Aktie stärker als der DAX auf Marktveränderungen reagiert – ein Hinweis auf ein erhöhtes Risiko.

Die historische Entwicklung und der Vergleich zu Indizes verdeutlichen, dass Continental zwar in der Lage ist, in Wachstumsphasen zu glänzen, jedoch anfällig für externe und interne Krisen bleibt. Die Frage, ob strategische Maßnahmen wie die Abspaltung des Automotive-Bereichs oder Kostensenkungen das Vertrauen der Anleger zurückgewinnen können, hängt stark von der Umsetzung und den Marktbedingungen der kommenden Jahre ab.

Aktuelle Faktoren

Stellen wir uns vor, wir drehen das Steuer in Richtung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die Continental AG umgeben, und zoomen auf die entscheidenden Treiber wie Zinsentwicklung, Rohstoffpreise, Nachfrage und die Rolle des Managements. Diese Faktoren formen nicht nur die operative Landschaft des Konzerns, sondern beeinflussen auch die strategischen Entscheidungen in einer Branche im Umbruch. Lassen Sie uns die aktuellen Entwicklungen und ihre Auswirkungen auf das Unternehmen präzise unter die Lupe nehmen.

Beginnen wir mit der Zinsentwicklung, die für ein kapitalintensives Unternehmen wie Continental von zentraler Bedeutung ist. Aktuell liegen die Bauzinsen für zehnjährige Darlehen bei 3,6 % (Stand 05.11.2025), und über 80 % der Experten erwarten kurzfristig stabile Konditionen, gestützt durch eine robuste Binnenmarktsituation in der EU und eine Inflationsrate nahe dem 2 %-Ziel der EZB. Mittelfristig prognostizieren jedoch 60 % der Experten einen Anstieg auf etwa 4 % bis 2026, bedingt durch geopolitische Spannungen, neue Zölle und hohe Staatsverschuldung, wie eine Analyse auf Interhyp zeigt. Für Continental bedeutet dies potenziell höhere Finanzierungskosten, insbesondere bei Investitionen in Forschung und Entwicklung oder Standortkonsolidierungen. Mit einer geschätzten Net Debt/EBITDA-Ratio von 2,0 bis 2,5 bleibt der Spielraum für zusätzliche Verschuldung begrenzt, falls die Zinsen steigen.

Ein weiterer kritischer Faktor sind die Rohstoffpreise, die direkt auf die Produktionskosten im Reifensegment und anderen Bereichen wirken. Naturkautschuk, ein zentraler Bestandteil von Reifen, hat in den letzten Jahren Preisschwankungen von 10-15 % pro Jahr gezeigt, beeinflusst durch Wetterbedingungen in Produktionsländern wie Thailand und geopolitische Unsicherheiten. Auch Stahl und synthetische Materialien, die in der Automotive-Sparte benötigt werden, unterliegen globalen Angebot- und Nachfragespannungen. Aktuelle Schätzungen deuten auf einen moderaten Anstieg der Rohstoffkosten um 3-5 % für 2025 hin, was die ohnehin angespannte Marge im Automotive-Bereich (aktuell bei unter 2 %) weiter belasten könnte. Eine effiziente Kostenstruktur und mögliche Preiserhöhungen im Premiumreifensegment werden entscheidend sein, um diese Belastung abzufedern.

Die Nachfrageentwicklung bietet ein gemischtes Bild. Im Reifensegment bleibt die Nachfrage nach Premiumprodukten stabil, insbesondere in Wachstumsmärkten wie Asien, wo der Auslandsanteil am Umsatz 2024 bei über 80 % lag. Die steigende Verbreitung von Elektrofahrzeugen treibt zudem die Nachfrage nach spezialisierten Reifen mit geringem Rollwiderstand und niedrigen Abrollgeräuschen, ein Bereich, in dem Continental mit Technologien wie ContiSilent gut positioniert ist. Im Automotive-Bereich hingegen stagniert die Nachfrage aufgrund der Unsicherheiten im Übergang zur Elektromobilität und der geringeren Profitabilität, was die geplante Abspaltung dieses Segments unterstreicht. Prognosen deuten auf ein moderates Umsatzwachstum von 2-3 % im Reifensegment für 2025 hin, während der Automotive-Bereich weiterhin unter Druck steht.

Entscheidend für die Bewältigung dieser Herausforderungen ist die Führungsstärke des Managements. Unter der Strategie „Lead – Focus – Perform“, die im Dezember 2023 vorgestellt wurde, hat die Konzernleitung klare Prioritäten gesetzt: Reduktion der R&D-Quote von 12 % (2023) auf unter 10 % bis 2025 und 9 % bis 2028 sowie jährliche Kosteneinsparungen von 400 Millionen Euro ab 2025 durch Verschlankung von Strukturen und Stellenabbau (rund 5.400 weltweit). Diese Maßnahmen, die sozialverträglich umgesetzt werden sollen, zeigen einen pragmatischen Ansatz, um die Profitabilität zu steigern. Gleichzeitig steht das Management vor der Herausforderung, die Abspaltung des Automotive-Bereichs und der Sparte ContiTech reibungslos zu gestalten, um den Fokus auf das lukrative Reifengeschäft zu legen. Die bisherige Kommunikation deutet auf eine klare Zielorientierung hin, doch die Umsetzungsgeschwindigkeit und die Reaktion der Märkte auf diese Umstrukturierungen bleiben entscheidende Prüfsteine.

Die Kombination aus steigenden Zinsen, volatilen Rohstoffkosten und uneinheitlicher Nachfrage stellt Continental vor komplexe Aufgaben. Wie das Management diese externen und internen Faktoren balanciert, wird maßgeblich darüber entscheiden, ob der Konzern seine Wettbewerbsfähigkeit in einer sich wandelnden Branche behaupten kann.

Geopolitik

Begeben wir uns auf eine geopolitische Landkarte, auf der Handelskonflikte, Sanktionen und politische Stabilität die Route von Continental AG maßgeblich beeinflussen. In einer globalisierten Wirtschaft, in der der Konzern über 80 % seines Umsatzes außerhalb Deutschlands erzielt, sind diese externen Faktoren nicht nur Randnotizen, sondern zentrale Risiken und Chancen. Lassen Sie uns die aktuellen Spannungen und ihre potenziellen Auswirkungen auf das Unternehmen scharf analysieren.

Handelskonflikte zwischen großen Wirtschaftsblöcken wie der EU und den USA stellen eine wachsende Bedrohung dar. Nach der Wiederwahl von Donald Trump im November 2024 hat die Drohung neuer Zölle die transatlantischen Beziehungen erneut belastet. Bereits 2018 führten US-Zölle auf Stahl und Aluminium zu erheblichen Kostensteigerungen für europäische Unternehmen, und aktuelle Debatten im Europäischen Parlament vom Februar 2025 zeigen, dass die EU auf Gegenzölle als Abschreckung setzt. Maroš Šefčovič von der Europäischen Kommission kritisierte solche Maßnahmen als schädlich für Unternehmen und Verbraucher, wie auf der Website des Europäischen Parlaments dokumentiert. Für Continental könnte dies höhere Kosten für Rohstoffe wie Stahl bedeuten, die in der Automotive-Sparte benötigt werden, sowie Erschwernisse beim Export in den US-Markt, der einen bedeutenden Teil des Umsatzes ausmacht. Schätzungen deuten darauf hin, dass ein 10 %-Zoll auf Automotive-Produkte die Margen in diesem ohnehin schwachen Segment (aktuell unter 2 %) weiter drücken könnte.

Sanktionen und Handelsbeschränkungen verstärken die Unsicherheiten. Historische Konflikte, wie die US-Zölle auf spanische Oliven 2018 oder Streitigkeiten über hormonbehandeltes Rindfleisch, zeigen, wie schnell politische Entscheidungen Lieferketten stören können. Aktuell sind Sanktionen gegen Länder wie Russland, wo Continental bis zum Ukraine-Konflikt 2022 aktiv war, ein Thema. Der Rückzug aus diesem Markt hat bereits Umsatzeinbußen von geschätzt 200-300 Millionen Euro jährlich verursacht, und weitere geopolitische Spannungen könnten den Zugang zu Rohstoffen wie Naturkautschuk oder seltenen Erden für Elektromobilitätskomponenten gefährden. Die Abhängigkeit von globalen Lieferketten macht den Konzern besonders anfällig für solche externen Schocks, insbesondere in Schwellenländern, die für die Expansion im Reifensegment entscheidend sind.

Politische Stabilität – oder deren Fehlen – spielt ebenfalls eine zentrale Rolle. In Europa bleibt die Situation trotz interner Spannungen relativ stabil, was Continental zugutekommt, da ein Drittel der Belegschaft in Deutschland tätig ist und die Region ein Kernmarkt bleibt. Doch in Asien, insbesondere in China, wo der Konzern stark vertreten ist, sorgen politische Unsicherheiten und Handelsstreitigkeiten für Risiken. Die Möglichkeit von neuen Zöllen oder regulatorischen Hürden könnte die Kostenstruktur belasten, während in Nordamerika die unvorhersehbare Handelspolitik der neuen US-Regierung die Planungssicherheit mindert. Bernd Lange, Vorsitzender des Ausschusses für internationalen Handel im Europäischen Parlament, betonte die Notwendigkeit von Gegenmaßnahmen, was auf eine Eskalation der Spannungen hindeutet. Für Continental könnte dies bedeuten, dass strategische Entscheidungen wie Standortverlagerungen oder Lieferkettenanpassungen schneller umgesetzt werden müssen, um auf plötzliche Veränderungen zu reagieren.

Die Auswirkungen dieser geopolitischen Dynamiken auf die Finanzen des Konzerns sind nicht zu unterschätzen. Ein Anstieg der Handelskosten um nur 5 % könnte die ohnehin niedrige operative Marge im Automotive-Bereich weiter schmälern, während der Reifenbereich durch höhere Exportzölle in wichtigen Märkten wie den USA belastet werden könnte. Gleichzeitig bieten politische Initiativen in der EU, wie Förderprogramme für Elektromobilität, Chancen für Wachstum, wenn Continental seine Position in diesem Bereich stärkt. Die Balance zwischen Risikomanagement und der Nutzung von Fördermöglichkeiten wird entscheidend sein, um in diesem unsicheren Umfeld zu navigieren.

Auftragslage und Lieferketten

Vertiefen wir unseren Blick in die operativen Fundamente von Continental AG, indem wir die Produktions- und Auftragslage unter die Lupe nehmen. Auftragsbestand, Lieferengpässe und Produktionskapazitäten sind entscheidende Indikatoren für die Fähigkeit des Konzerns, in einem herausfordernden Marktumfeld zu bestehen. Mit einem präzisen Fokus auf aktuelle Daten und Trends analysieren wir, wie diese Faktoren die kurz- und mittelfristige Entwicklung beeinflussen.

Der Auftragsbestand in der Automobilindustrie zeigt derzeit eine rückläufige Tendenz, die auch Continental betrifft. Laut einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts vom 19. August 2024 sank der Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe im Juni 2024 um 0,2 % gegenüber dem Vormonat und um 6,2 % im Vergleich zum Vorjahr. Speziell in der Automobilindustrie wurde ein Rückgang von 0,7 % verzeichnet, der 17. Monat in Folge mit negativer Entwicklung. Die Reichweite des Auftragsbestands liegt bei 7,2 Monaten, was auf eine solide, aber nicht üppige Auftragslage hinweist. Für Continental bedeutet dies, dass der Druck im Automotive-Bereich, der 2024 rund 19,4 Milliarden Euro Umsatz generierte, weiter anhält. Im Reifensegment könnte die Situation stabiler sein, da die Nachfrage nach Premiumprodukten in Wachstumsmärkten wie Asien (über 80 % Auslandsanteil am Umsatz) anhält. Dennoch bleibt der rückläufige Trend ein Warnsignal für die kurzfristige Umsatzentwicklung, insbesondere bei Investitionsgütern, wo die Reichweite bei 9,7 Monaten liegt, wie auf Destatis dokumentiert.

Lieferengpässe stellen eine zusätzliche Herausforderung dar, die die operative Effizienz von Continental beeinträchtigt. Globale Lieferkettenprobleme, verstärkt durch geopolitische Spannungen und Sanktionen, haben in den letzten Jahren die Verfügbarkeit von Rohstoffen wie Naturkautschuk und Stahl eingeschränkt. Schätzungen deuten darauf hin, dass Lieferverzögerungen die Produktionskosten im Automotive-Bereich um 3-5 % erhöht haben, was die ohnehin niedrige Marge (unter 2 %) weiter belastet. Besonders kritisch sind Engpässe bei Halbleitern, die für elektronische Komponenten in Fahrzeugen essenziell sind. Diese Knappheit hat in der Branche zu Produktionsausfällen geführt, und Continental ist davon nicht ausgenommen. Die Abhängigkeit von internationalen Zulieferern, insbesondere aus Asien, macht den Konzern anfällig für solche Störungen, während die Konsolidierung von Entwicklungsstandorten (von 82 weltweit) im Rahmen der Strategie „Lead – Focus – Perform“ die Flexibilität kurzfristig einschränken könnte.

Die Produktionskapazitäten von Continental stehen ebenfalls im Fokus, da sie entscheidend für die Bewältigung von Nachfrageschwankungen sind. Der Konzern betreibt weltweit zahlreiche Werke, mit einem Schwerpunkt in Europa, Asien und Nordamerika, um die Nähe zu wichtigen Märkten zu gewährleisten. Aktuelle Schätzungen zeigen, dass die Auslastung im Reifensegment bei etwa 85-90 % liegt, was auf eine solide, aber nicht überlastete Kapazität hinweist. Im Automotive-Bereich liegt die Auslastung jedoch niedriger, bei geschätzt 70-75 %, bedingt durch die stagnierende Nachfrage und die Unsicherheiten im Übergang zur Elektromobilität. Die geplante Abspaltung dieses Segments sowie die Kostensenkungsmaßnahmen (jährlich 400 Millionen Euro ab 2025) könnten dazu führen, dass unrentable Produktionsstätten geschlossen oder umstrukturiert werden. Gleichzeitig plant das Unternehmen, durch Bündelung von Entwicklungseinheiten die vorhandenen Infrastrukturen besser auszunutzen, was langfristig die Effizienz steigern könnte.

Die Kombination aus einem rückläufigen Auftragsbestand und anhaltenden Lieferengpässen setzt Continental unter Druck, insbesondere im Automotive-Bereich, wo die operative Marge ohnehin schwach ist. Im Reifensegment bietet die stabile Nachfrage in Wachstumsmärkten eine gewisse Pufferzone, doch die Fähigkeit, Produktionskapazitäten flexibel anzupassen, wird entscheidend sein, um auf plötzliche Nachfragesprünge oder weitere Lieferstörungen zu reagieren. Die strategischen Maßnahmen zur Standortkonsolidierung und Kostensenkung könnten hier einen positiven Effekt haben, sofern sie schnell und effektiv umgesetzt werden.

Innovationen

Erkunden wir die Innovationsfront von Continental AG, wo technologische Fortschritte die Weichen für die Zukunft stellen. In einer Branche, die von rasantem Wandel geprägt ist, spielen Patente und Forschungs- und Entwicklungsausgaben (F&E) eine Schlüsselrolle, um Wettbewerbsvorteile zu sichern. Mit einem scharfen Blick auf aktuelle Entwicklungen und strategische Prioritäten analysieren wir, wie der Konzern seine Position durch Innovation stärkt.

Technologische Fortschritte bilden das Rückgrat der Strategie von Continental, insbesondere in den Bereichen Elektromobilität und autonomes Fahren. Ein herausragendes Beispiel ist die Auszeichnung mit dem CLEPA-Innovationspreis 2024 in der Kategorie „Digital“ für die „Smart Cockpit High Performance Computer (HPC)-Virtualisierung“. Diese cloudbasierte Lösung revolutioniert die Fahrzeugentwicklung, indem sie Softwareentwicklung vor der Verfügbarkeit physischer Hardware ermöglicht. Virtuelle Steuergeräte erlauben die Simulation und das Testen zukünftiger Anwendungen, wodurch Hard- und Software parallel entwickelt werden können. Dies verkürzt die Entwicklungszeit erheblich und hilft, potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen, wie in einer Pressemitteilung des Unternehmens hervorgehoben wird. Jean-François Tarabbia, Leiter der Geschäftseinheit Architecture and Network Solutions, betonte die Bedeutung dieser Anerkennung für die Innovationskraft des Konzerns. Solche Technologien positionieren Continental als Vorreiter in der digitalen Transformation der Automobilindustrie.

Im Reifensegment setzt der Konzern ebenfalls auf nachhaltige Innovationen. Ein Rahmenvertrag mit Pyrum Innovations AG über die langfristige Abnahme von recovered Carbon Black (rCB) unterstreicht das Engagement für Kreislaufwirtschaft. Der Vertrag, der eine Laufzeit von zehn Jahren und Abnahmemengen für mindestens zwei Pyrum-Werke umfasst, sieht vor, dass Continental auch Altreifen an Pyrum liefert und eine Vorauszahlung für zukünftige Lieferungen leistet. Bereits jetzt enthalten alle neu produzierten Gabelstaplerreifen im Werk Korbach Pyrums rCB, und beide Unternehmen arbeiten an der Weiterentwicklung für die Serienproduktion von Pkw-Reifen. Pyrum plant zudem den Bau eines neuen Werks in Perl-Besch bis Ende 2025, um die Recyclingkapazität von 20.000 auf 40.000 Tonnen Altreifen zu verdoppeln, wie auf der Website von Pyrum dokumentiert. Diese Partnerschaft stärkt die Nachhaltigkeitsstrategie von Continental und könnte langfristig Kosten durch die Wiederverwendung von Materialien senken.

Patente sind ein weiterer Eckpfeiler der Innovationskraft. Continental hält ein umfangreiches Portfolio an Patenten, insbesondere in den Bereichen Reifentechnologie, Sensorik und Softwarelösungen für autonomes Fahren. Schätzungen zufolge registriert der Konzern jährlich Hunderte neuer Patente, was seine Position als Technologieführer unterstreicht. Technologien wie ContiSilent, die Abrollgeräusche bei Elektrofahrzeugen reduziert, oder der PremiumContact 6, der Effizienz und Sportlichkeit kombiniert, sind durch Patente geschützt und sichern Wettbewerbsvorteile. Im Automotive-Bereich schützen Patente für Software- und Elektroniklösungen den Konzern vor Nachahmern, auch wenn die geplante Abspaltung dieses Segments die langfristige Nutzung dieser Patente beeinflussen könnte. Die Fähigkeit, geistiges Eigentum zu schützen und zu monetarisieren, bleibt ein entscheidender Faktor für die Marktposition.

Die F&E-Ausgaben von Continental sind ein zentraler Hebel, um diese technologischen Fortschritte zu ermöglichen, stehen jedoch unter Kostendruck. Für 2023 belief sich die F&E-Quote auf rund 12 % des Umsatzes, was bei einem Umsatz von etwa 41 Milliarden Euro Ausgaben von knapp 4,9 Milliarden Euro bedeutet. Im Rahmen der Strategie „Lead – Focus – Perform“ plant der Konzern, diese Quote bis 2025 auf unter 10 % und bis 2028 auf 9 % zu senken, was bei gleichbleibendem Umsatz Ausgaben von etwa 3,7 Milliarden Euro im Jahr 2028 bedeuten würde. Trotz der geplanten Reduktion könnten die absoluten Ausgaben aufgrund von Umsatzwachstum steigen. Die Konsolidierung von 82 Entwicklungsstandorten weltweit und der Abbau von 1.750 Stellen in diesem Bereich sollen die Effizienz steigern, ohne die Innovationskraft zu gefährden. Dennoch bleibt die Balance zwischen Kostensenkung und notwendigen Investitionen in Zukunftsfelder wie Elektromobilität und digitale Lösungen eine Herausforderung.

Die technologischen Fortschritte und das Engagement in nachhaltigen Lösungen zeigen, dass Continental auf dem richtigen Weg ist, um sich in einer sich wandelnden Branche zu behaupten. Die strategische Fokussierung auf digitale Innovationen und Kreislaufwirtschaft könnte langfristig nicht nur Wettbewerbsvorteile sichern, sondern auch regulatorische Anforderungen erfüllen und neue Märkte erschließen.

Langfristige Prognose

Lenken wir den Fokus auf die kommenden Jahre und werfen einen weitsichtigen Blick auf die Entwicklung von Continental AG. Für den Zeitraum von 3 bis 5 Jahren, also bis 2027-2029, zeichnen sich vielversprechende, aber auch herausfordernde Perspektiven ab. Durch die Analyse von Wachstumstreibern und möglichen Szenarien skizzieren wir, wie sich der Konzern in einem dynamischen Marktumfeld positionieren könnte. Tauchen wir direkt in die zentralen Aspekte ein, die die Zukunft prägen werden.

Der Ausblick für Continental über die nächsten 3 bis 5 Jahre hängt stark von der erfolgreichen Umsetzung der strategischen Neuausrichtung ab. Die geplante Abspaltung des Automotive-Bereichs, der 2024 rund 19,4 Milliarden Euro Umsatz generierte, soll den Fokus auf das profitablere Reifengeschäft legen, wo die operative Marge bei fast 13,5 % liegt. Unter der Marke AUMOVIO, einem Technologieunternehmen für softwaredefinierte und autonome Fahrzeuge, wird der Automotive-Bereich als eigenständige Einheit positioniert. Mit einem Umsatz von 19,6 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2024 und etwa 93.000 Mitarbeitern in über 50 Ländern zeigt AUMOVIO eine starke Marktpräsenz, insbesondere in Wachstumsmärkten wie China, wie auf der Website von Continental erläutert. Die vier Geschäftsfelder – Autonomous Mobility, Architecture and Network Solutions, Safety and Motion sowie User Experience – bieten ein breites Portfolio, das von Sensorlösungen bis zu Displaytechnologien reicht. Sollte die Abspaltung bis 2027 abgeschlossen sein, könnte dies die Gesamtmarge des verbleibenden Konzerns auf 8-10 % steigern, da Verluste im Automotive-Bereich nicht mehr durch Reifengewinne ausgeglichen werden müssen.

Zu den zentralen Wachstumstreibern zählt das Reifensegment, das von der steigenden Nachfrage nach Premiumprodukten und spezialisierten Reifen für Elektrofahrzeuge profitiert. Prognosen deuten auf ein jährliches Umsatzwachstum von 3-5 % bis 2029 hin, getrieben durch Märkte in Asien und Nordamerika, wo der Auslandsanteil am Umsatz bereits über 80 % beträgt. Ein weiterer Treiber ist die Nachhaltigkeit, etwa durch Partnerschaften wie mit Pyrum Innovations zur Nutzung von recovered Carbon Black, die Kosten senken und regulatorische Anforderungen erfüllen könnte. Im Automotive-Bereich (via AUMOVIO) sind autonome Technologien und Displaylösungen Wachstumsfelder, insbesondere im Bereich User Experience, wo der Wert pro Fahrzeug durch größere Displays steigen soll. Schätzungen zeigen, dass der Markt für autonome Mobilität bis 2030 um 15-20 % jährlich wachsen könnte, was AUMOVIO mit marktführenden Positionen in Sensorik und Bremssystemen begünstigt.

Ein Blick auf die Finanzstruktur unterstützt diesen Ausblick. Continental strebt an, den laufenden Investitionsbedarf aus operativem Cashflow zu finanzieren, mit einer Eigenkapitalquote über 30 % (2024 bei 40 %) und einem Gearing Ratio unter 40 % (2024 bei 25,1 %), wie im Geschäftsbericht 2024 dargestellt. Mit unbeschränkt verfügbaren flüssigen Mitteln von 2.720 Millionen Euro und ungenutzten Kreditlinien von 4.966 Millionen Euro zum Jahresende 2024 bleibt der Konzern finanziell flexibel. Dies ermöglicht Investitionen in Wachstumsfelder, auch wenn Fälligkeiten von Anleihen (z. B. 600 Millionen Euro 2025, 750 Millionen Euro 2026) kurzfristigen Druck erzeugen könnten. Die Reduktion der F&E-Quote auf 9 % bis 2028 (von 12 % in 2023) soll zudem jährliche Kosteneinsparungen von 400 Millionen Euro ab 2025 sichern, was die Profitabilität unterstützt.

Drei Szenarien skizzieren die mögliche Entwicklung bis 2029. Im Basisszenario (Wahrscheinlichkeit 50 %) gelingt die Abspaltung von AUMOVIO reibungslos bis 2027, der Reifenbereich wächst jährlich um 3-4 %, und die Gesamtmarge steigt auf 9 %. Der Umsatz könnte bei 45-48 Milliarden Euro liegen, wobei AUMOVIO separat etwa 22-25 Milliarden Euro erreicht. Im Optimistischen Szenario (Wahrscheinlichkeit 30 %) beschleunigt sich das Wachstum im Reifensegment auf 5 % jährlich durch starke Nachfrage nach Elektrofahrzeugreifen, während AUMOVIO durch autonome Technologien 25-30 % jährliches Umsatzwachstum erzielt; die Gesamtmarge könnte 10-11 % erreichen. Im Pessimistischen Szenario (Wahrscheinlichkeit 20 %) verzögert sich die Abspaltung, geopolitische Spannungen und Lieferengpässe bremsen das Wachstum auf 1-2 % jährlich, und die Marge stagniert bei 6-7 %, was den Umsatz auf 40-42 Milliarden Euro begrenzen würde. Externe Faktoren wie Handelskonflikte oder steigende Zinsen (Prognose: 4 % bis 2026) könnten dieses Szenario verschärfen.

Die kommenden Jahre bieten Continental sowohl Chancen als auch Risiken. Die strategische Fokussierung auf profitable Segmente und Wachstumsmärkte wird entscheidend sein, um die gesetzten Ziele zu erreichen, während externe Unsicherheiten eine flexible Anpassung erfordern. Wie der Konzern diese Balance meistert, bleibt ein zentraler Punkt für Investoren und Beobachter.

Kurzfristige Prognose

Schärfen wir unseren Blick auf die unmittelbare Zukunft und zoomen auf die Entwicklung von Continental AG in den nächsten 6 bis 12 Monaten. In diesem kurzen Zeitfenster stehen operative Fortschritte, Quartalsziele und die Einschätzungen von Analysten im Mittelpunkt, um die Richtung des Konzerns zu bewerten. Lassen Sie uns ohne Umschweife die entscheidenden Faktoren und Erwartungen für diesen Zeitraum analysieren.

Für die kommenden 6 bis 12 Monate, also bis Mitte bis Ende 2026, steht Continental vor einer Phase der Konsolidierung und strategischen Umsetzung. Der Fokus liegt auf der Fortsetzung der Kostensenkungsmaßnahmen im Rahmen der Strategie „Lead – Focus – Perform“, die ab 2025 jährlich 400 Millionen Euro einsparen sollen. Mit einem Umsatz von etwa 41 Milliarden Euro in 2024 wird für das Gesamtjahr 2025 ein moderates Wachstum von 2-3 % erwartet, was einen Umsatz von 42-42,5 Milliarden Euro bedeuten könnte. Das Reifensegment soll dabei der Hauptmotor bleiben, mit einem erwarteten Wachstum von 3-4 %, getrieben durch stabile Nachfrage in Asien und Nordamerika. Der Automotive-Bereich, der 2024 rund 19,4 Milliarden Euro Umsatz erzielte, bleibt unter Druck, mit einer stagnierenden Entwicklung oder einem leichten Rückgang von 1-2 %, da die geplante Abspaltung Fortschritte macht. Die operative Marge des Konzerns könnte sich auf 6-6,5 % verbessern, bedingt durch Effizienzsteigerungen, obwohl der Automotive-Bereich weiterhin belastet.

Quartalsziele für die nächsten zwei bis drei Quartale (Q2 bis Q4 2025) zielen auf schrittweise Verbesserungen ab. Für Q2 2025 wird ein Umsatz von etwa 10,5-10,8 Milliarden Euro angestrebt, mit einem bereinigten Betriebsgewinn von 600-650 Millionen Euro, basierend auf den jüngsten Zahlen (Q1 2025: 586 Millionen Euro, wie auf Tagesschau berichtet). In Q3 und Q4 2025 könnte der Umsatz auf 10,8-11 Milliarden Euro steigen, unterstützt durch saisonale Effekte im Reifensegment und erste Einsparungen aus der Standortkonsolidierung (Reduktion von 82 Entwicklungsstandorten weltweit). Der bereinigte Betriebsgewinn soll in diesen Quartalen auf 650-700 Millionen Euro klettern, was eine schrittweise Annäherung an eine Gesamtmarge von 6,5 % signalisiert. Diese Ziele hängen jedoch von der Stabilisierung der Lieferketten ab, insbesondere bei Halbleitern, die den Automotive-Bereich belasten.

Analystenmeinungen zeigen ein gemischtes, aber tendenziell positives Bild für den kurzfristigen Horizont. Technische Analysen deuten auf einen Aufwärtstrend der Continental-Aktie hin, mit einem Kursanstieg von 5,83 % und einem Spitzenwert von 8,27 % am 17.10.2025, womit der Konzern die DAX-Gewinnerliste anführt. Laut einer Analyse auf XTB zeigt der 4-Stunden-Chart ein bullisches Signal mit einem GAP-up über der SMA50 (66,58 EUR), und ein Anstieg Richtung 70-75 EUR wird als möglich erachtet, solange der Kurs über dieser Marke bleibt. Widerstände liegen bei 68,69 EUR (SMA200) und 72,04 EUR, während die Unterstützungszone bei 56 EUR kritisch ist – ein Bruch könnte ein negatives Bild erzeugen. Analysten betonen, dass der übergeordnete Aufwärtstrend seit November 2024 anhält, was kurzfristig Vertrauen schafft. Fundamentale Einschätzungen sind jedoch vorsichtiger: Während das Reifensegment robust bleibt, sehen einige Experten Risiken durch geopolitische Spannungen und US-Zölle, die den Automotive-Bereich belasten könnten, wie auch bei anderen Unternehmen (z. B. Philips mit einer Belastung von 250-300 Millionen Euro).

Die kurzfristige Entwicklung wird zudem von externen Faktoren beeinflusst. Der DAX zeigte am 06.05.2025 Schwäche mit einem Rückgang um 0,41 % auf 23.249 Punkte, bedingt durch Unsicherheiten nach der Kanzlerwahl in Deutschland. In den USA belasten Handelsdefizite (140,5 Milliarden Dollar im März) und Zollrisiken die Märkte, was sich indirekt auf Continental auswirken könnte, insbesondere im Export. Dennoch bieten steigende Ölpreise (Brent bei 61,78 Dollar) und ein stabiler Euro (1,1361 Dollar) gewisse Unterstützung für die Kostenstruktur. Interne Herausforderungen wie der Fachkräftemangel (84 % der deutschen Unternehmen betroffen) könnten jedoch die Umsetzung von Effizienzmaßnahmen verzögern, insbesondere bei der geplanten Reduktion der F&E-Quote auf unter 10 % bis Ende 2025.

Die nächsten 6 bis 12 Monate werden für Continental eine Phase des Übergangs darstellen, in der operative Stabilität und erste Erfolge der strategischen Neuausrichtung entscheidend sind. Ob der Konzern die gesetzten Quartalsziele erreicht und das Vertrauen der Analysten in den Aufwärtstrend der Aktie bestätigt, hängt von der Balance zwischen internen Maßnahmen und externen Unsicherheiten ab.

Risiken und Chancen

Beleuchten wir die unsicheren Gewässer, in denen Continental AG navigiert, und richten unser Augenmerk auf die Marktrisiken, regulatorischen Hürden und Expansionspotenziale, die den Kurs des Konzerns beeinflussen. In einer Branche, die von globalen Dynamiken und strengen Vorgaben geprägt ist, sind diese Aspekte entscheidend für die strategische Ausrichtung. Lassen Sie uns ohne Verzögerung die zentralen Herausforderungen und Chancen analysieren, die vor uns liegen.

Marktrisiken stellen für Continental eine bedeutende Bedrohung dar, insbesondere durch die hohe Abhängigkeit von der Automobilindustrie, die 62 % des Umsatzes ausmacht. Ein gesamtwirtschaftlicher Abschwung könnte den Umsatz erheblich drücken, wie im Geschäftsbericht 2024 hervorgehoben wird. Zudem generieren fünf große OEM-Kunden 33 % des Umsatzes, was eine starke Konzentration und damit ein erhöhtes Risiko bei Ausfällen oder Nachfragerückgängen bedeutet. Geopolitische Konflikte, etwa in der Ukraine, im Nahen Osten oder zwischen China und Taiwan, sowie protektionistische Tendenzen wie zusätzliche Zölle verschärfen die Unsicherheiten. Ein hypothetischer Anstieg der Handelskosten um 5 % könnte die ohnehin niedrige operative Marge im Automotive-Bereich (unter 2 %) weiter belasten. Finanzrisiken durch Wechselkursänderungen sind ebenfalls relevant: Eine 10 %-ige Veränderung könnte einen negativen Effekt von 400-500 Millionen Euro auf die Ertragslage haben, obwohl Ausfallrisiken bei flüssigen Mitteln durch die Zusammenarbeit mit Kernbanken gering bleiben.

Regulatorische Hürden bilden eine weitere Barriere, die Continental bewältigen muss. Strengere Umwelt- und Sicherheitsvorschriften, insbesondere in Europa, könnten die Nachfrage nach bestimmten Produkten beeinflussen und zusätzliche Kosten verursachen. Neue Vorgaben zur Emissionsreduktion oder zur Nachhaltigkeit erfordern Investitionen in Technologien wie Elektromobilitätskomponenten oder recycelte Materialien, was kurzfristig die Profitabilität drückt. Handelsbeschränkungen wie Embargos, Sanktionen und Exportkontrollen erhöhen die Komplexität, insbesondere in Märkten wie Russland, aus dem sich der Konzern teilweise zurückgezogen hat, mit Umsatzeinbußen von 200-300 Millionen Euro jährlich. Rechtliche Risiken durch Gerichtsverfahren oder Geldbußen wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens sowie steuerliche Prüfungen durch Finanzbehörden könnten ebenfalls hohe Kosten verursachen. Zudem besteht die Gefahr, gewerbliche Schutzrechte Dritter zu verletzen, was die Innovationskraft durch rechtliche Streitigkeiten einschränken könnte.

Expansionspotenziale bieten trotz dieser Risiken erhebliche Chancen, insbesondere in Wachstumsmärkten. Asien, vor allem China, bleibt ein zentraler Fokus, wo der Auslandsanteil am Umsatz 2024 über 80 % ausmacht. Die steigende Nachfrage nach Premiumreifen und spezialisierten Lösungen für Elektrofahrzeuge könnte das Reifensegment jährlich um 3-5 % wachsen lassen. Im Automotive-Bereich, unter der Marke AUMOVIO, bieten autonome Technologien und Displaylösungen Potenzial, insbesondere durch die Zusammenarbeit mit Tech-Unternehmen wie Amazon Web Services, die die Softwareentwicklung durch Cloud-Technologien beschleunigen, wie auf Atreus beschrieben. Diese Kooperationen ermöglichen schnellere Innovationen und die Verarbeitung großer Datenmengen, was für die Weiterentwicklung von Fahrzeugen entscheidend ist. Schwellenländer in Südostasien und Lateinamerika bieten ebenfalls Möglichkeiten, den Marktanteil im Reifensegment auszubauen, sofern geopolitische Risiken und Lieferkettenprobleme beherrschbar bleiben.

Die Balance zwischen diesen Marktrisiken und regulatorischen Hürden einerseits sowie den Expansionspotenzialen andererseits wird für Continental entscheidend sein. Die Fähigkeit, geopolitische Unsicherheiten zu navigieren und gleichzeitig in Wachstumsmärkte zu investieren, könnte den Unterschied zwischen Stagnation und Fortschritt ausmachen. Wie der Konzern diese Herausforderungen meistert, bleibt ein zentraler Aspekt für die strategische Planung in den kommenden Jahren.

Quellen