IWF warnt: Dollar-Stablecoins gefährden die Geldkontrolle weltweit!

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Der IWF warnt am 5.12.2025 vor Dollar-Stablecoins, die monetäre Souveränität untergraben und zu Instabilität führen könnten.

Der IWF warnt am 5.12.2025 vor Dollar-Stablecoins, die monetäre Souveränität untergraben und zu Instabilität führen könnten.
Der IWF warnt am 5.12.2025 vor Dollar-Stablecoins, die monetäre Souveränität untergraben und zu Instabilität führen könnten.

IWF warnt: Dollar-Stablecoins gefährden die Geldkontrolle weltweit!

Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt eindringlich vor den Risiken, die von großen Dollar-Stablecoins ausgehen. In einer aktuellen Veröffentlichung mit dem Titel „Understanding Stablecoins“ wird aufgezeigt, dass die Kapitalisierung globaler Stablecoins über 300 Milliarden USD liegt, wobei etwa 97 % der ausgegebenen Token an den US-Dollar gekoppelt sind. Diese kurze Weisheit könnte weitreichende Folgen für fragile Volkswirtschaften haben, insbesondere in Ländern mit hoher Inflation und schwachen Institutionen. Der IWF hebt hervor, dass der aufkommende Einsatz von Stablecoins die monetäre Kontrolle dieser Länder gefährden könnte.

Ein zentrales Anliegen des IWF ist, dass Stablecoins lokale Banken und Zahlungsmethoden umgehen können. Sie verbreiten sich rasant über das Internet und Smartphones, was zu einer verstärkten Nutzung von Fremdwährungs-Token führt. Dies könnte nicht nur eine Währungsumstellung nach sich ziehen, sondern auch die monetäre Souveränität einzelner Länder untergraben. Der IWF warnt davor, dass eine hohe Akzeptanz von Dollar-stabilen Coins in Zahlungen und Ersparnissen die Kontrolle der Zentralbanken über Liquidität und Kreditvergabe erheblich verringern könnte.

Herausforderungen für digitale Zentralbankwährungen

Der IWF äußert auch Bedenken, dass neu eingeführte digitale Zentralbankwährungen Schwierigkeiten haben könnten, private Stablecoins zu verdrängen, vor allem, wenn diese die Netzwerkeffekte bei Einzelhandelszahlungen und grenzüberschreitenden Überweisungen einmal erreicht haben. Im Rahmen seiner Empfehlungen betont der IWF das Prinzip „gleiche Aktivität, gleiches Risiko, gleiche Regulierung“ und fordert harmonisierte rechtliche Definitionen für Stablecoins. Zusätzliche Regulierungen zur Sicherstellung strenger Reserve- und Rücknahmeregeln sind unerlässlich.

Die Veröffentlichung folgt spezifischen Konsultationen in verschiedenen Ländern, bei denen vor allem in Lateinamerika, Subsahara-Afrika und Teilen Osteuropas Bedenken gegenüber der unregulierten Verwendung von Dollar-Stablecoins geäußert wurden. Der IWF betrachtet diese Stablecoins nicht nur als Nischen-Zahlungsprodukt, sondern betont, dass sie ein ernsthaftes Problem für die monetäre Souveränität darstellen.

Regulatorische Lücken und Risikostrukturen

Ein weiteres bedeutendes Thema sind die fragmentierten regulatorischen Rahmenbedingungen in unterschiedlichen Jurisdiktionen. Diese können zu einem regulatorischen Arbitragepotenzial führen, welches wiederum die Stabilität der Finanzsysteme gefährden könnte. Der IWF empfiehlt die Koordinierung von Anforderungen bezüglich Lizenzierung, Reserven sowie Anti-Geldwäsche- und Terrorismusfinanzierungsmaßnahmen. Insbesondere stabile Projekte im Krypto-Bereich, wie algorithmisch oder teilweise besicherte Stablecoins, könnten Volatilitäten in die Krypto-Märkte und lokale Bankensysteme bringen.

Ohne konsistente globale Regulierung besteht die Gefahr, dass Stablecoins nationale Sicherheitsvorkehrungen unterlaufen und somit anfällige Volkswirtschaften destabilisieren. Der IWF gibt zu bedenken, dass adäquate Aufsichtsstrukturen notwendig sind, um zukünftige finanzielle Krisen zu verhindern, wie es bereits während der Finanzkrise 2008 der Fall war.

Quellen: