Weißes Haus plant neue Steuerregeln für Kryptowährungen: CARF kommt!
Das Weiße Haus prüft den CARF-Vorschlag zur Besteuerung digitaler Vermögenswerte, um globale Steuerstandards bis 2028 einzuführen.

Weißes Haus plant neue Steuerregeln für Kryptowährungen: CARF kommt!
Das Weiße Haus prüft derzeit einen neuen Vorschlag des Internal Revenue Service (IRS), der möglicherweise erhebliche Auswirkungen auf die Besteuerung von digitalen Vermögenswerten haben könnte. Der Vorschlag umfasst die Einführung eines internationalen Standards für die Berichterstattung und Besteuerung von Kryptowährungen, bekannt als das Crypto-Asset Reporting Framework (CARF). Dieses globale Steuerframework wurde von der OECD initiiert und hat das Ziel, Steuerhinterziehung im Ausland zu bekämpfen.
Wie Crypto News berichtet, sieht der Vorschlag vor, US-Steuerzahler dazu zu verpflichten, strenger über ihre Kapitalgewinne auf ausländischen Plattformen zu berichten. Der CARF-Vorschlag, der am 14. November beim Weißen Haus eingereicht wurde, zielt darauf ab, die USA bis 2028 mit 72 anderen Ländern anzugleichen, die bereits ähnliche Standards implementiert haben.
Details zum CARF-Vorschlag
Die Implementierung des CARF würde dem IRS Zugang zu Daten über die ausländischen Konten von US-Bürgern ermöglichen, wodurch eine umfassendere Kontrolle über die Besteuerung von digitalen Vermögenswerten gewährleistet werden kann. Der Vorschlag beinhaltet die Einführung eines neuen Formulars, das Formular 1099-DA, das ab Januar 2026 von US-basierten Börsen verlangt, detailliertere Transaktionsdaten bereitzustellen. Diese Daten umfassen sowohl eingehende als auch ausgehende Überweisungen.
Die Maßnahme wird vom IRS nicht als „wirtschaftlich signifikant“ eingestuft. Dennoch könnte die Einführung des CARF helfen, US-Steuerzahler davon abzuhalten, ihre digitalen Vermögenswerte auf Offshore-Börsen zu verlagern. Laut einem politischen Bericht aus dem Juli, der sich mit den Empfehlungen des Weißen Hauses beschäftigt, könnte die neue Regelung dazu führen, dass mehr als ein Drittel der Länder weltweit an einem einheitlichen Besteuerungsansatz für digitale Vermögenswerte teilhaben.
Globale Teilnahme und Zeitplan
Die Einführung von CARF wird für 2027 erwartet, wobei 50 Länder, darunter Brasilien, Indonesien, Japan, Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Mexiko und das Vereinigte Königreich, bereit sind, sich dem neuen Standard anzuschließen. Darüber hinaus haben weitere 23 Länder zugesagt, das Framework bis 2028 umzusetzen.
Diese Entwicklungen sind Teil eines größeren Trends, der sich auf die Regulierung und Besteuerung von Kryptowährungen konzentriert. Die Initiative könnte weitreichende Folgen für die Steuerpolitik der USA haben und die Art und Weise verändern, wie digitale Vermögenswerte im internationalen Raum behandelt werden.
Mit dem CARF-Vorschlag beginnt eine neue Ära der Compliance für US-Steuerzahler, die im dynamischen und oft undurchsichtigen Bereich der Kryptowährungen tätig sind. Die Anpassung an diese neuen Regelungen wird entscheidend sein, um finanzielle und rechtliche Nachteile zu vermeiden.